Reise ins Mittelalter

Was hat eine Reise ins Mittelalter, genauer gesagt zu einer mittelalterlichen Baustelle mit Kunst zu tun? Wenn man mich fragt: Alles.

Inspiration,* das Wichtigste überhaupt. Ohne den Geist, der alles durchweht, entsteht nichts. Und wer kennt es nicht, dieses glückliche Gefühl etwas Neues zu entdecken oder auszuprobieren. Erfahrungen mit Materialien und Arbeitstechniken zu sammeln ist eine Sache, aber viel wichtiger finde ich die Atmosphäre, das Gefühl durch das die besondere Gestimmtheit im Inneren entsteht.

Eine Woche durfte ich eintauchen in eine andere Welt mit einem anderen Rhythmus, und einer Reduzierung auf das was man wirklich braucht. Eine Woche in der gleichen Kleidung zum Beispiel (die übrigens sehr bequem und angenehm zu tragen ist) erleichtert das Leben ungemein und macht auf eine wunderbare Weise frei. Den ganzen Tag an der frischen Luft arbeiten macht hungrig, müde und zufrieden. Begegnungen, nur direkt und ohne technische Hilfsmittel, entschleunigt den Tag und die Gedanken.

Das alles, und noch vieles mehr durfte ich im Campus Galli in Meßkirch erleben. Ich habe eine Woche dort in der Weberei und Wollbearbeitung geholfen, und zwar so wie es zur Zeit der Karolinger (soweit es überliefert ist) üblich war.

Mein Arbeitsplatz

*Inspiration: ‘Eingebung, Erleuchtung’, Übernahme (16. Jh.) von lat. īnspīrātio (Genitiv īnspīrātiōnis) ‘Eingebung’, eigentlich ‘das Einhauchen’, Abstraktum zu lat. īnspīrāre ‘einhauchen, einflößen’, woraus im 16. Jh. inspirieren Vb. ‘anregen, eingeben, erleuchten’ entlehnt wird; vgl. vereinzelt schon mnd. inspirēren (15. Jh.).


( in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Inspiration>, abgerufen am 22.10.2019. )
Ich spinne 😉

(Das habe ich allerdings nicht gemacht, sondern nur zusammen gezwirnt. Meine Versuche waren etwas…unregelmäßiger.)